| ...hachtelung der Ariadneklage in das Hauptgedicht kuenstlerisch verdorben.
Aber neben diesen Schulstuecken steht die melodische Klage der echten Elegie,
steht das Festgedicht im vollen Schmuck individueller und fast dramatischer
Durchfuehrung, steht vor allem die solideste Kleinmalerei gebildeter
Geselligkeit, die anmutigen sehr ungenierten Maedchenabenteuer, davon das halbe
Vergnuegen im Ausschwatzen und Poetisieren der Liebesgeheimnisse besteht, das
liebe Leben der Jugend bei vollen Bechern und leeren Beuteln, die Reise- und die
Dichterlust; die roemische und oefter noch die veronesische Stadtanekdote und
der launige Scherz in dem vertrauten Zirkel der Freunde. Jedoch nicht bloss in
die Saiten greift des Dichters Apoll, sondern er fuehrt auch den Bogen: der
gefluegelte Pfeil des Spottes verschont weder den langweiligen Versemacher noch
den sprachverderbenden Provinzialen, aber keinen trifft er oefter und schaerfer
als die Gewaltigen, von denen der Freiheit des Volkes G... |