| ...
dies an die anderweitig erwaehnten, meilenlangen eingefriedigten Jagdparks im
Keltenland und an die hervorragende Rolle, welche die keltischen Jagdhunde und
keltische Waidmannsart bei dem Xenophon der hadrianischen Zeit spielen, welcher
nicht verfehlt hinzuzufuegen, dass dem Xenophon, des Gryllos Sohn, das Jagdwesen
der Kelten nicht habe bekannt sein koennen. Nicht minder gehoert in diesen
Zusammenhang die merkwuerdige Tatsache, dass in dem roemischen Heerwesen der
Kaiserzeit die Kavallerie eigentlich keltisch ist, nicht bloss insofern diese
vorzugsweise aus Gallien sich rekrutiert, sondern auch, indem die Manoever und
selbst die technischen Ausdruecke zum guten Teil den Kelten entlehnt sind; man
erkennt hier, wie nach dem Hinschwinden der alten Buergerreiterei unter der
Republik die Kavallerie durch Caesar und Augustus mit gallischen Mannschaften
und in gallischer Weise reorganisiert worden ist. Die Grundlage dieses vornehmen
Wohlstandes war der Ackerbau, auf dessen Hebung auch Augustus selbst energisch
hinwirkte und der in ganz Gallien, etwa abgesehen von der Steppengegend an der
aquitanischen Kueste, reichen Ertrag gab. Eintraeglich war auch die Viehzucht,
besonders im Norden, namentlich die Zucht von Schweinen und Schafen, welche bald
fuer die Industrie und die Ausfuhr... |