| ...was sich von griechischer Zivilisation im
Suedosten Italiens vorfindet. Indes fallen in diese Zeit davon nur die ersten
Anfaenge; der Hellenismus Apuliens entwickelte sich erst in einer spaeteren
Epoche.
Dass dagegen die Westkueste Italiens auch noerdlich vom Vesuv in aeltester
Zeit von den Hellenen befahren worden ist und auf den Inseln und Landspitzen
hellenische Faktoreien bestanden, laesst sich nicht bezweifeln. Wohl das
aelteste Zeugnis dieser Fahrten ist die Lokalisierung der Odysseussage an den
Kuesten des Tyrrhenischen Meeres ^4. Wenn man in den Liparischen Inseln die des
Aeolos wiederfand, wenn man am Lacinischen Vorgebirge die Insel der Kalypso, am
Misenischen die der Sirenen, am Circeischen die der Kirke wies, wenn man das
ragende Grab des Elpenor in dem steilen Vorgebirge von Tarracina erkannte, wenn
bei Caieta und Formiae die Laestrygonen hausen, wenn die beiden Soehne des
Odysseus und der Kirke, Agrios, das heisst der Wilde, und Latinos, im "innersten
Winkel der heiligen Inseln" die Tyrrhener beherrschen oder in einer juengeren
Fassung Latinus der Sohn des Odysseus und der Kirke, Auson der Sohn des |